Unsere Stellungnahme zur Ukraine-Krise

Deutschland bezieht mehr als 50 Prozent seines Erdgases aus Russland. Mit dem Geld, dass Deutschland seit Jahren für die Erdgas-Importe bezahlt, finanziert Wladimir Putin aktuell u.a. seinen Krieg in der Ukraine.

 

Spätestens seit 2014, der Annexion der Krim, steht fest: Putin ist ein Autokrat, der in seiner Politik nicht unterstützt werden darf. Dennoch hat Deutschland über Jahre den Bau einer neuen Erdgas-Pipeline Nordstream2 des russischen Staatskonzerns Gazprom durch die Ostsee befürwortet und beinah fertig abgeschlossen. Jetzt wurde das Projekt gestoppt – eine richtige Entscheidung, aus Sicht des Klimaschutzes war die Pipeline nie zu vertreten.

 

Was feststeht: Der Angriff Russlands in der Ukraine macht uns fassungslos, wir können uns nicht vorstellen, was viele Ukrainer*innen aktuell durchleben. Lasst uns nicht hilflos zusehen, sondern für Frieden auf die Straße gehen, Spenden, sorgfältig mit Informationen umgehen und vielleicht sogar ein freies Bett anbieten.

 

👉Übersicht über Friedensdemos: standwithukraine.live

👉Übersicht über die Möglichkeit zu Spenden: https://katapult-magazin.de/de/artikel/hilfe-und-helfen

👉freies Bett anbieten: https://www.unterkunft-ukraine.de/

 

Es ist wichtig, jetzt den Zusammenhang zwischen Energiepolitik und Sicherheitspolitik deutlich zu machen: Unsere Energieversorgung muss dezentraler, klimafreundlicher und unabhängiger von Importen werden. Nichts ist da eindeutiger, als Wind- und Solarenergie auszubauen – denn die erneuerbaren Energien sind die demokratischsten aller Energieformen.

 

Aktuell hören wir jedoch Stimmen aus der Bundesregierung, die den falschen Weg einschlagen: Robert Habeck möchte neue LNG-Terminals bauen. Auch gibt es Rufe, den Kohleausstieg nach hinten zu verschieben und sogar wieder zur Atomenergie zurückzukehren.

 

Diese Vorschläge sind Vorschläge von vorgestern! Was es jetzt braucht ist ein geschlossener Einsatz für erneuerbare Energien und ein ehrliches Hinterfragen unserer Energieversorgung & -bedarfs.

 

Tipp zum Nachhören: Der 1,5°-Podcast von @luisaneubauer, der diesen Beitrag sehr inspiriert hat!

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